Was bedeutet es, mitten in einer Chemotherapie die eigenen Haare zu verlieren — und was kann behutsame, fachkundige Kopfhautpflege in dieser Zeit für das Wohlbefinden und die Würde eines Menschen leisten? Der TV-Sender „Welt der Wunder" ist dieser Frage in einem achminütigen Beitrag aus dem Jahr 2024 nachgegangen. Die Reportage begleitet zwei betroffene Frauen, stellt zertifizierte Oncohaircare-Spezialistinnen vor und gibt Einblick in die Ausbildung, die hinter diesem sensiblen Fachgebiet steht. YELASAI-Gründer Gianni Coria hat mit seiner Schweizer Haarpflegemarke seit 2010 die fachliche und produktseitige Grundlage für diesen Ansatz mitgeprägt.
Warum ist Haarverlust während einer Krebstherapie so viel mehr als ein äusserliches Thema?
Der Beitrag beginnt mit einer Einordnung: Zwischen 50 und 100 Haare verliert ein Mensch täglich — das ist physiologisch normal. Doch wenn Haare im Zuge einer Chemotherapie oder Bestrahlung ausfallen, trifft das Betroffene auf einer ganz anderen Ebene. Haare sind, wie eine der im Beitrag zitierten Fachfrauen erklärt, weit mehr als Ästhetik: Sie haben Schutzfunktionen — vor Wärme, Kälte, Verletzungen und Strahlung — und sie prägen das Körperbild, das ein Mensch nach aussen trägt. Genau deshalb, so der Beitrag, ist der Verlust der Haare für viele Betroffene „fulminant", wie es im Film heisst — sichtbar, einschneidend und tief mit dem Selbstbild verknüpft.
Welche persönlichen Erfahrungen zeigt der Beitrag?
Im Mittelpunkt der Reportage stehen zwei Frauen, deren Wege zur Oncohaircare-Pflege unterschiedlich verliefen, aber in ihrer Wirkung ähnlich berührend sind. Heidi Gut erkrankte zunächst an einem Brustwirbel-Bruch; bei der anschliessenden medizinischen Abklärung wurde Knochenmarkskrebs diagnostiziert. Ihre Chemotherapie, die im April des Vorjahres begann, sollte eigentlich keinen Haarausfall verursachen — doch ihre Haare wurden, wie sie selbst schildert, „immer dünner und dünner, feiner, das einzelne Haar viel feiner". Den Gedanken, einfach eine Perücke zu tragen, lehnte sie innerlich ab: „Nein, das ist schrecklich." Eine Freundin empfahl ihr schliesslich den Weg zur Haarwuchs-Spezialistin. Die zweite Betroffene, Waltraud, hatte Brustkrebs und erlebte nach eigenen Worten einen „Wahnsinnshaarausfall". Auch sie fand durch eine persönliche Empfehlung den Weg zur Spezialistin Karin El Benna — und berichtet, wie sie beobachtete, dass die Haare einer Bekannten nach der Pflege wieder wuchsen: „Guck, wie die Locken wieder wachsen." Beide Frauen beschreiben, dass es nach rund einem halben Jahr regelmässiger Pflegeanwendungen wieder zu sichtbar dichterem Haar kam. Diese Verläufe sind individuelle Erfahrungen und lassen keine allgemeinen Schlüsse zu.
„Die Patientinnen dürfen einfach sein — und sich wieder schön fühlen." — Karin El Benna, Haarwuchs-Spezialistin und Oncohaircare-Expertin, Coiffeur El Benna, Waltalingen (Schweiz)
Wer sind Karin El Benna und Ute Widmann — und was macht eine Haarwuchs-Spezialistin aus?
Der Beitrag stellt zwei Saloninhaberinnen vor, die beide als Haarwuchs-Spezialistinnen und zusätzlich als Oncohaircare-zertifizierte Fachfrauen arbeiten. Karin El Benna führt den Coiffeur El Benna in Waltalingen in der Schweiz und arbeitet seit Jahren mit YELASAI-Produkten. Sie schildert im Beitrag, wie sie erstmals von der Marke erfuhr und sich nach eigenen Versuchen überzeugte: Die Produkte überzeugten sie durch ihre Wirkung auf die Kopfhaut — und durch einen Ansatz, der über das rein Äusserliche hinausgeht. Ute Widmann ist Inhaberin des Friseur- und Haarstudios Widmann in Garmisch-Partenkirchen und erklärt im Interview den Unterschied zwischen klassischem Friseurhandwerk und der Arbeit als Haarwuchs-Spezialistin präzise: „Beim Friseur lernt man einfach, die Haare zu verschönern — aber es ist so, dass wir eine gesunde Kopfhaut brauchen, um ein gesundes, schönes Haar zu haben. Und da setzt der Haarwuchs-Experte ein." Für die Kopfhautanalyse kommt in beiden Salons eine hochauflösende Kamera zum Einsatz, mit der Ablagerungen, Porenstruktur und der Zustand der Haarwurzeln sichtbar gemacht werden. Wer selbst eine solche Analyse wünscht, findet unter yelasai.com/pages/kopfhautanalyse weitere Informationen.
Was steckt hinter dem Begriff „Oncohaircare" — und welche Ausbildung braucht es dafür?
„Onco" verweist auf die Onkologie, jenen medizinischen Fachbereich, der sich mit der Entstehung, Entwicklung und Pflege bei Tumorerkrankungen befasst. „Haircare" steht für Haarpflege. Ein Oncohaircare-Zertifikat setzt eine spezielle Fachfortbildung voraus — keine Selbstverständlichkeit im Salon-Alltag. Der Beitrag macht deutlich, dass diese Zusatzqualifikation weit über Produktkenntnisse hinausgeht: Es geht um medizinisches Grundwissen, um Einfühlungsvermögen und um konkrete Handlungskompetenz im Umgang mit Menschen, die sich in einer existenziell belastenden Situation befinden.
Wer bildet Oncohaircare-Spezialistinnen aus — und was lernen sie?
Fabienne Walder ist schulmedizinische Fachkraft und führt im Beitrag als Ausbilderin für Oncohaircare-Spezialistinnen durch die Inhalte solcher Weiterbildungen. Sie erklärt das Curriculum: „Zuerst die Informationsvermittlung — was ist Krebs, welche Therapiemöglichkeiten gibt es, was sind Schwerpunkte, auf was muss man achten — und dann wirklich den Fokus auf die Alopezie, Verhaltensweisen, und dann wirklich Skills: wie setzt man das konkret um. Auch die Kommunikation: wie gehe ich auf solche Menschen ein, was ist wichtig zu beachten." Alopezie ist der medizinische Fachbegriff für Haarausfall. Die Ausbildung kann sowohl vor Ort als auch digital absolviert werden. Fabienne Walders Rolle im Beitrag unterstreicht, dass Oncohaircare kein Marketing-Begriff ist, sondern ein strukturiertes Fachgebiet mit klaren Kompetenzanforderungen.
„Wir brauchen eine gesunde Kopfhaut, um ein gesundes, schönes Haar zu haben — und da setzt der Haarwuchs-Experte ein." — Ute Widmann, Haarwuchs-Spezialistin und Oncohaircare-Expertin, Haarstudio Widmann, Garmisch-Partenkirchen
Welche Rolle spielen YELASAI-Produkte und Ayurveda-Kopfhautpflege in diesem Kontext?
Die im Beitrag gezeigten Pflegeanwendungen basieren auf dem Produktsortiment von YELASAI. Die Rezepturen verbinden überliefertes Wissen der Ayurveda-Tradition mit modernen Erkenntnissen der natürlichen Hautpflege. Im Salon von Karin El Benna umfasst eine typische Pflegeanwendung eine Kopfhautmassage mit Kräutern und Ölen, eine Tiefenreinigung sowie eine abschliessende Pflege — alles mit dem Ziel, die Kopfhaut geschmeidig und elastisch zu halten und das Haarwachstum zu begleiten. Heidig Gut kommt dafür einmal im Monat in den Salon. Ergänzend setzt YELASAI auf Nahrungsergänzungsmittel, die Mineralien und Vitamine liefern und die Vitalität von Kopfhaut und Haar unterstützen sollen — als Ergänzung zur normalen Ernährung, nicht als Ersatz für medizinische Massnahmen. YELASAI ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern begleitet sie auf der Ebene der Kopfhaut- und Haarpflege. Betroffene können die Pflege vor, während oder nach einer Therapie in Anspruch nehmen — in Absprache mit ihrem medizinischen Behandlungsteam. Eine Übersicht zertifizierter Spezialistinnen in der Schweiz, Deutschland und Österreich finden Sie unter yelasai.com/tools/specialists.
Was nehmen die betroffenen Frauen aus dieser Erfahrung mit?
Der Beitrag schliesst mit Momenten, die über Haare hinausweisen. Heidig Gut beschreibt, wie wichtig es ihr ist, aktiv etwas tun zu können: „Für mich ist es einfach wichtig, dass ich etwas machen kann." Und sie schildert ein Gefühl, das viele Betroffene kennen: „Beim Waschen — das Gefühl ist so schön, wenn man mehr Haare zwischen den Fingern hat." Waltraud beobachtet bei jedem Besuch, wie ihre Haare wachsen — und strahlt dabei, wie der Beitrag zeigt, eine neue Leichtigkeit aus. Karin El Benna bringt es auf den Punkt: Es ist das grösste Geschenk, wenn sie ihre Kundinnen lachen sieht. Viele Betroffene kämen zunächst wegen einer Perücke — und wüssten gar nicht, wie viel mehr möglich sei: „Auch der Effekt der Massage — das ist einfach so ein Wohlfühleffekt. Und die Patientinnen dürfen einfach sein — und sich wieder schön fühlen." Mehr zum Thema Kopfhautpflege bei besonderer Belastung finden Sie auf der Seite Kopfhautanalyse bei YELASAI.
Häufige Fragen
- Was ist Oncohaircare und für wen ist es geeignet?
- Oncohaircare bezeichnet eine spezialisierte Kopfhaut- und Haarpflege für Menschen, die von einer Krebserkrankung und deren Therapiefolgen betroffen sind. Zertifizierte Oncohaircare-Spezialistinnen verfügen über eine Fachfortbildung, die medizinisches Grundwissen, einfühlsame Kommunikation und konkrete Pflegekompetenz verbindet. Die Pflege kann vor, während oder nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung in Anspruch genommen werden — immer in Ergänzung zur ärztlichen Behandlung, niemals als Ersatz dafür.
- Können YELASAI-Produkte Haarausfall durch Chemotherapie aufhalten?
- YELASAI-Produkte sind Kosmetika und machen keine medizinischen Heilsversprechen. Sie pflegen und begleiten die Kopfhaut in einer belastenden Zeit, unterstützen deren Elastizität und Geschmeidigkeit und können das Haarwachstum begleitend fördern. Ob und wie sich ein individueller Haarverlauf entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab und ist von Person zu Person verschieden. Die im TV-Beitrag geschilderten Verläufe sind individuelle Erfahrungen.
- Wie finde ich eine zertifizierte Oncohaircare-Spezialistin in meiner Nähe?
- YELASAI führt ein Verzeichnis von über 285 gelisteten Haarwuchs-Spezialistinnen und -Spezialisten in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Viele davon verfügen zusätzlich über eine Oncohaircare-Zertifizierung. Die Suche ist unter yelasai.com/tools/specialists möglich.
- Was passiert bei einer Kopfhautanalyse bei einer YELASAI-Spezialistin?
- Bei einer Kopfhautanalyse wird die Kopfhaut mit einer hochauflösenden Kamera betrachtet. So werden Ablagerungen, Porenstruktur und der Zustand der Haarwurzeln sichtbar gemacht. Auf dieser Grundlage empfiehlt die Spezialistin eine individuelle Pflegeanwendung. Weitere Informationen dazu finden Sie unter yelasai.com/pages/kopfhautanalyse.