«Ich habe nie krank ausgesehen»: Mit Brustkrebs durch die Chemotherapie – und die eigenen Haare behalten

Frau Schneeberger (54) aus Oberstammheim erzählt, wie sie während zwölf Chemotherapien ihre Frisur behielt und was ihr die wöchentliche Oncohaircare-Kopfhautpflege bei Haarwuchs-Spezialistin Karin El Benna bedeutet hat.

Erfahrungsbericht · aufgezeichnet von Gianni Coria, YELASAI GmbH

Wer Frau Schneeberger, 54, Oberstammheim (Kanton Zürich), arbeitet im Verkauf
Diagnose Brustkrebs, im Herbst 2025
Therapie 12 Chemotherapien von Ende Oktober 2025 bis 19. Februar 2026, mit Kühlhaube, im Tumor- und Brustzentrum Ostschweiz (TBZ Ost) in St. Gallen; Operation im März 2026; Antikörper-Therapie bis Oktober 2026
Begleitende Pflege Oncohaircare bei Haarwuchs-Spezialistin Karin El Benna, Coiffure El Benna, Waltalingen – ab November 2025 jede Woche
Ergebnis in ihren Worten «Man hat nie gesehen, dass ich Haare verloren habe. Ich hatte immer meine Frisur.»

Die Diagnose – und ein Satz, der Mut machte

Wie ging es Ihnen, als Sie erfahren haben, dass eine Chemotherapie ansteht?

«Das war schon ein Schock. Aber ich hatte einen sehr guten Arzt. Er hat mir im gleichen Gespräch gesagt, dass ich mit dieser Chemotherapie die Haare wahrscheinlich nicht verlieren würde – eine Garantie konnte er natürlich nicht geben. Das hat mich sehr beruhigt.»

Frau Schneeberger bekam eine sogenannte «kalte Chemo»: Während der Infusion trug sie eine Kühlhaube, die schon vorher aufgesetzt wird und danach noch rund eine halbe Stunde auf dem Kopf bleibt. Insgesamt waren es zwölf Chemotherapien, in Blöcken: eine lange Sitzung von drei bis vier Stunden, in der Woche darauf eine kürzere von knapp drei Stunden, dann eine Woche Pause. «Ich habe sie gut vertragen. Für mich war die kalte Chemo nicht unangenehm.»

Zwei Tage nach dem Gespräch mit dem Arzt sass sie bereits bei der ersten Chemotherapie. «Ich wollte einfach anfangen.» Behandelt wurde sie im Tumor- und Brustzentrum Ostschweiz in St. Gallen. «Dort war ich wirklich sehr gut aufgehoben. Die Ärzte arbeiten eng zusammen, und Resultate hatte ich oft schon eine Stunde später.»

Wie sie zu Karin El Benna kam

Wie sind Sie auf Karin El Benna aufmerksam geworden?

«Im Tumor- und Brustzentrum in St. Gallen hat mir eine andere Patientin erzählt, dass sie zusätzlich zu einer Coiffeuse geht, die etwas für die Haare macht. Da habe ich gedacht: So jemanden haben wir ja auch, gleich im Nachbardorf. Ich habe Karin angerufen, und sie hat gesagt, ich könne kommen.»

Nach der ersten oder zweiten Chemotherapie, also etwa im November 2025, begann Frau Schneeberger mit der Oncohaircare-Pflege. «Während der Chemo bin ich wirklich jede Woche gegangen, meistens am Montag. Gegen Schluss dann etwas weniger.»

«Ich glaube wirklich, dass mir das geholfen hat, dass ich immer eine Frisur hatte.»Frau Schneeberger

So läuft ein Oncohaircare-Termin ab

Was passiert bei einem Termin bei Karin?

«Zuerst bekommt man etwa 20 Minuten eine Kopfmassage. Dabei darf man den Duft auswählen, es gibt etwa 15 verschiedene Öle. Danach trägt Karin eine dunkle Kräutermaske auf, und man sitzt noch einmal 25 Minuten unter dem Licht. Dabei kann man ein Heft lesen. Insgesamt dauert ein Termin etwa 50 Minuten.»

Das Licht ist das Hair Active Light, ein Pflegegerät für die Kopfhaut, mit dem YELASAI-Haarwuchs-Spezialistinnen arbeiten. Karin El Benna nutzte bei Frau Schneeberger das Chemo-Programm des Geräts. Die Kräutermaske liess Frau Schneeberger oft noch länger einwirken und wusch sie erst zu Hause aus.

Haarpflege im Salon Coiffure El Benna
Im Salon Coiffure El Benna (Archivbild).

Die Pflege zu Hause

Was haben Sie zu Hause selbst gemacht?

«Ich habe das Shampoo, die Spülung und das Gel von Karin gekauft und zu Hause benutzt. Gebürstet habe ich kaum. Ich habe die Haare nur mit einem breiten Kamm gekämmt, und nach dem Waschen habe ich sie nie gestresst. Ich habe die Haare auch nicht oft gewaschen.»

Der Verlauf: Haare gingen – aber nie so, dass man es sah

Was haben Sie an Ihren Haaren bemerkt?

«Es ist nicht so, dass ich gar keine Haare verloren habe. Nach jedem Waschen waren sicher etwa 30 Haare drin, bis ungefähr in den April. Am Anfang fand ich das schlimm, manchmal dachte ich: Das hört nie mehr auf. Aber man hat nie gesehen, dass ich Haare verloren habe.»

Ein Erlebnis hat sie besonders überzeugt: Im März 2026, nach der letzten Chemotherapie, machte sie eine Woche Skiferien, danach folgte die Operation. Gut drei Wochen ging sie nicht zur Pflege. «In dieser Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich wieder mehr Haare verliere. Darum bin ich froh, dass ich die Massage und die Pflege zusätzlich gemacht habe.»

Was die eigenen Haare in dieser Zeit bedeutet haben

Was hat es Ihnen bedeutet, Ihre Haare zu behalten?

«Sehr, sehr viel. Ich arbeite im Verkauf, und mit einem Kopftuch hätte ich nicht arbeiten wollen. Ich habe nie krank ausgesehen, wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Das sieht einfach anders aus, ob man sich mit den eigenen Haaren sieht oder mit einer Glatze.»

Wie hat Ihr Umfeld reagiert?

«Ich habe offen erzählt, dass ich das Oncohaircare-Pflegeprogramm mache. Viele wollten wissen, was das ist und wie das geht. Und alle haben gesagt: Man merkt dir gar nicht an, dass du krank bist. Meine Kolleginnen waren richtig erstaunt über meine Haare.»

«Ich habe nie krank ausgesehen, wenn ich in den Spiegel geschaut habe.»Frau Schneeberger

Was Karin El Benna anders macht

Was macht Karin anders als ein normaler Coiffeur?

«Sie ist sehr herzlich und macht das von Herzen. Sie glaubt wirklich an die Pflege, die sie macht, und gibt sich grosse Mühe. Die Massage hat sich immer sehr gut angefühlt, man hat sich dort aufgehoben gefühlt und hat einen Kaffee bekommen. Für mich war das jede Woche eine schöne Stunde. Ich habe es positiv angenommen und mir gesagt: Das hilft mir.»

Ihr Rat an andere

Was würden Sie einer Frau sagen, die gerade die Diagnose bekommen hat?

«Kopf hoch. Für mich war das ein Plan, und ich wollte wieder gesund werden. Ich habe immer positiv geschaut, und es ist mir in dieser Zeit wirklich gut gegangen. Und gehen Sie zur Vorsorge – ich selbst hatte nichts gespürt.»

Würden Sie Karin weiterempfehlen?

«Ganz sicher. Allen, die Krebs haben und die Möglichkeit für so eine Oncohaircare-Pflege haben. Für die Psyche, für das Gefühl, für alles. Mir hat das wirklich gut getan.»

Was ist Oncohaircare?

Oncohaircare ist das Pflegeprogramm von YELASAI für Menschen in einer Krebstherapie. YELASAI-Haarwuchs-Spezialistinnen und -Spezialisten absolvieren dafür eine Zusatzausbildung. Sie pflegen die Kopfhaut während und nach der Chemotherapie besonders sanft: mit Kopfmassage, pflanzlichen Pflegeprodukten, dem Hair Active Light und einer Pflege-Anleitung für zu Hause. Genauso wichtig ist die menschliche Begleitung in einer schweren Zeit.

Mehr dazu: Oncohaircare · Haarausfall bei Chemotherapie

Sie stehen vor einer Chemotherapie? Eine Oncohaircare-Spezialistin in Ihrer Nähe begleitet Sie persönlich.

Karin El Benna, WaltalingenSpezialistin in Ihrer Nähe finden

Häufige Fragen

Kann man während einer Chemotherapie die Haare behalten?

Das hängt von der Art der Chemotherapie ab, eine Garantie gibt es nicht. Frau Schneeberger trug bei jeder Infusion eine Kühlhaube und ging zusätzlich jede Woche zur Oncohaircare-Pflege. Sie verlor beim Waschen Haare, behielt aber während der ganzen Therapie ihre Frisur.

Was passiert bei einem Oncohaircare-Termin?

Bei Karin El Benna dauert ein Termin rund 50 Minuten: etwa 20 Minuten Kopfmassage mit einem Öl nach Wahl, danach eine Kräutermaske und 25 Minuten unter dem Hair Active Light im Chemo-Programm.

Wann beginnt man am besten mit Oncohaircare?

Möglichst früh, am besten vor oder zu Beginn der Chemotherapie. Frau Schneeberger begann nach der ersten oder zweiten Chemotherapie und ging danach jede Woche.

Ist eine Kopfmassage während der Chemotherapie erlaubt?

Ja, eine sanfte Kopfmassage gehört bei Oncohaircare dazu. Einzige Ausnahme ist ein Hirntumor: Dann wird nicht massiert, sondern die Kopfhaut nur sehr sanft gebürstet.

Was kann man zu Hause für die Haare tun?

Frau Schneeberger wusch die Haare selten, benutzte Shampoo, Spülung und Gel aus der YELASAI-Pflege und kämmte nur mit einem breiten Kamm, ohne die Haare nach dem Waschen zu strapazieren.

Wo finde ich eine Oncohaircare-Spezialistin?

Im Spezialisten-Finder auf yelasai.com, zum Beispiel Karin El Benna, Coiffure El Benna in Waltalingen (Kanton Zürich).

Erfahrungsbericht von Frau Schneeberger, aufgezeichnet im Oktober 2026 von Gianni Coria, YELASAI GmbH, Heiden. Die Aussagen geben die persönliche Erfahrung von Frau Schneeberger wieder. Oncohaircare ist eine kosmetische Kopfhaut- und Haarpflege.