Haarausfall: Ursachen, Formen & Tipps
Haarausfall ist für viele Menschen eine große psychische Belastung. Oft wissen Betroffene zunächst nicht, welche Ursachen hinter ihrem Haarausfall stecken und ob sich die Haardichte wieder verbessern lässt. Die Gründe für Haarausfall sind vielfältig: Manche lassen sich gezielt behandeln, andere sind schwieriger zu beeinflussen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen für Haarausfall es gibt und durch welche Symptome sie sich auszeichnen. Wir erklären außerdem, wie Haarausfall diagnostiziert wird, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie die Prognosen sind. Dabei zeigen wir Ihnen auch, wie unsere natürlichen Haarpflegeprodukte das Haarwachstum sanft unterstützen können.
Woran erkenne ich Haarausfall?
Informiere dich darüber, wann ein krankhafter Haarausfall vorliegt und wie du ihn erkennst.
Mehr erfahrenUnter welcher Art von Haarausfall leide ich?
Erfahre, welche die häufigsten Ursachen von Haarausfall sind und wie sie sich äußern.
Mehr erfahrenWas kann die Ursache von Haarausfall sein?
Erhalte einen Überblick zu den häufigsten Auslösern von Haarausfall.
Mehr erfahrenWie wird Haarausfall diagnostiziert?
Erfahre, wie Ärzte Haarausfall diagnostizieren und welche Tests es dafür gibt.
Mehr erfahrenAb wann spricht man von Haarausfall?
Grundsätzlich verliert jeder Mensch im Laufe des Lebens täglich Haare. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Besonders bei langen Haaren kann es schnell den Eindruck erwecken, dass sehr viele Kopfhaare ausfallen, wenn sich einzelne Strähnen in Bürste oder auf dem Kopfkissen sammeln.
Von Haarausfall spricht man jedoch erst, wenn täglich deutlich mehr als 100 Haare ausfallen. In solchen Fällen lohnt es sich, Haar und Kopfhaut gezielt zu unterstützen. Mit sanfter Pflege und natürlichen Produkten können Sie die Bedingungen für gesundes Haarwachstum fördern und das Haargefühl verbessern.
Erfahrungsbericht
Behandlungsverlauf
Bei welchen Symptomen sollte ich einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen?
Wenn Ihnen plötzlich mehr Haare ausfallen als sonst, sollten Sie die Situation einige Wochen beobachten. Wenn der stärkere Verlust von Haaren nicht nachlässt, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um zu klären, ob eine ernste Erkrankung hinter dem Haarverlust steckt.
Verschiedene Formen von Haarausfall und ihre Ursachen
Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall im Kopfbereich, die sich jeweils in verschiedenen Symptomen äußern.
- Erblich bedingt: Der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie bzw. androgenetischer Haarausfall) ist die häufigste Form. Die Haarwurzeln reagieren dabei empfindlich auf männliche Sexualhormone, was zu einem vermehrten Ausfall der Haare führt. Diese Form betrifft mehr Männer als Frauen und kann nur bedingt behandelt werden.
- Stressbedingt: Das Haarwachstum kann durch eine erhöhte Ausschüttung von Cortisol bei Stress gestört werden. Oftmals tritt der stressbedingte Haarverlust erst zwei bis drei Monate nach dem auslösenden Ereignis ein. Diese Form des Haarausfalls kann in der Regel gut behandelt werden.
- Diffus: Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare über den ganzen Kopf verteilt aus. Es kommt zu einer Ausdünnung und die Kopfhaut wird sichtbar. Bei wenigen Betroffenen entwickeln sich zudem kahle Stellen. Diese Form kann verschiedenste Gründe haben und auch von selbst wieder aufhören.
- Kreisrund: Menschen, die unter kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) leiden, verlieren oftmals in kurzer Zeit sehr viele Haare. Sie fallen teilweise in Büscheln aus und es bilden sich schnell kahle Stellen. Die Auslöser sind vielfältig, aber wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen und eine Behandlung ist schwierig.
- In den Wechseljahren: Viele Frauen berichten von einem Haarverlust in den Wechseljahren, der darauf zurückzuführen ist, dass der Körper weniger Östrogen produziert. Dadurch steigt der Anteil von Testosteron im Blut, was Haarausfall begünstigen kann.
- Nach Chemotherapie: Viele Chemotherapien können Haarausfall verursachen. Das liegt daran, dass die Behandlung das Zellwachstum nicht nur für Krebszellen, sondern auch für die Haarwurzeln stoppt. Dadurch kommt das Wachstum zum Erliegen.
Weitere mögliche Gründe für Haarausfall
Neben Veranlagung, Hormonschwankungen, Lebensgewohnheiten und bestimmten Erkrankungen, die den Haarwuchs beeinflussen können, gibt es zahlreiche weitere Risikofaktoren, die mit Haarausfall in Verbindung gebracht werden können:
Medikamente
Bestimmte Medikamente können Haarausfall auslösen. Dabei handelt es sich etwa um Blutdrucksenker, Gerinnungshemmer oder Lipidsenker.
Stoffwechselerkrankungen
Auch die Schilddrüse kann Haarverlust hervorrufen und die Haarstruktur beeinflussen. Das kann etwa bei einer unbehandelten Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion auftreten.
Vergiftungen
Akute Vergiftungen mit Schwermetallen sind selten, können aber zum Ausfall der Haare führen. Dazu zählen etwa Arsen oder Thallium.
Mangelernährung
Haarausfall tritt bei verschiedenen Mangelerscheinungen auf. Ein Mangel von Vitamin D, B-Vitaminen oder Vitamin H (Biotin) kann zu Haarverlust führen. Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist daher besonders wichtig.
Infektionskrankheit
Einige Infektionskrankheiten, wie etwa Scharlach, eine schwere Grippe oder Tuberkulose, sind weitere Ursachen für Haarausfall. Auch eine Corona-Infektion kann zu Haarausfall führen. Dafür wird unter anderem der Stress während der Infektion verantwortlich gemacht. Hinzu kommt, dass Gefäßveränderungen die Haarwurzeln schädigen können.
Haarausfall nach Corona
Eine Corona-Infektion kann bei einigen Betroffenen zu Haarausfall führen. Dafür wird unter anderem der Stress während der Infektion verantwortlich gemacht. Hinzu kommt, dass Gefäßveränderungen die Haarwurzeln schädigen können.
Diese Diagnostik wird bei Haarausfall angewendet
Bei anhaltendem Haarverlust kann ein Gang zum Arzt oder zur Ärztin Klarheit schaffen. Diese:r hat dann verschiedene Methoden, um die Ursachen zu ermitteln.
In vielen Fällen wird zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt, die Aufschluss darüber gibt, ob die Schilddrüse richtig arbeitet und ein Mangel an wichtigen Nährstoffen vorliegt. Außerdem werden die Einnahme von Medikamenten und familiär vorkommender Haarausfall als mögliche Ursachen abgeklärt.
Es gibt darüber hinaus verschiedene Tests, mit denen die genauen Ursachen für Haarausfall erkannt werden können, wie etwa den Zupftest, bei dem etwa 60 Haare als ein Büschel gegriffen werden. Der Arzt oder die Ärztin zieht dann sanft daran und schaut, wie viele Haare sich lösen. Es kann außerdem eine Trichometrie durchgeführt werden, um den Haarausfall zu diagnostizieren.
Erfahrungsbericht
Behandlungsverlauf
Wieso kann es schwierig sein, den Auslöser für Haarverlust zu finden?
Bei einigen Patient:innen kann der Haarausfall gut diagnostiziert werden, bei anderen kann es schwieriger sein. Das liegt vor allem daran, dass die Haare in der Regel erst zwei bis drei Monate nach dem auslösenden Ereignis ausfallen. Wenn Sie ein Medikament eingenommen oder unter großem Stress gelitten haben, macht sich das oft erst einige Monate später bemerkbar. Ist einiges an Zeit vergangen, erinnern sich Betroffene nicht immer an mögliche Auslöser, was die Diagnose verkompliziert.
Diese Therapie ist bei Haarausfall möglich
Nach der Diagnose leitet der Arzt oder die Ärztin die passende Therapie ein. Bei einem Nährstoffmangel können beispielsweise hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel für Haarausfall eingenommen oder die Ernährung umgestellt werden. Bei Problemen mit der Schilddrüse wird der Arzt oder die Ärztin entsprechende Hormone verschreiben.
Doch nicht bei allen Arten von Haarausfall ist die Behandlung so unkompliziert. Vor allem beim kreisrunden Ausfall und beim genetisch bedingten gibt es derzeit noch nicht allzu viele Optionen. Die derzeitigen Methoden beziehen sich vor allem auf die Einnahme von Medikamenten:
Minoxidl
Der Blutdrucksenker Minoxidil wird bei der erblich bedingten Variante verschrieben. Er kann neue Haare wachsen lassen und den Haarausfall lindern. Es kann als Nebenwirkung jedoch zu Rötungen der Kopfhaut, Juckreiz, Kopfschmerzen und vielen weiteren kommen.
Cortison
Bei kreisrundem Ausfall sollen cortisonhaltige Salben helfen. Diese werden auf die Kopfhaut aufgetragen, um das Haarwachstum anzukurbeln. Bei den meisten Betroffenen gibt es keine sofort sichtbaren Nebenwirkungen.
Weitere Tipps bei Haarausfall
Volles Haar ist für viele Menschen von großer Bedeutung. Daher wählen immer mehr Betroffene eine Haartransplantation als Lösung. Bei diesem Verfahren werden Haarwurzeln verpflanzt, um kahle Stellen wieder zu füllen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Haartransplantation teuer und nicht ideal für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist, da sie Entzündungen der transplantierten Haare fördern und das Nachwachsen der Haare beeinträchtigen kann. Für alle, die nach einem natürlichen Ansatz suchen, kann unsere ayurvedische inspirierte Haarpflege eine geeignete Alternative darstellen.
Wie unsere Pflegeprodukte Sie bei Haarausfall unterstützen können
Viele herkömmliche Produkte konzentrieren sich ausschließlich auf das Haar selbst.
Dabei beginnt gesundes Haar immer an der Kopfhaut. Wir bieten eine große Auswahl an Haarpflegeprodukten, die auf sorgfältig ausgewählten pflanzlichen Inhaltsstoffen und modernen Pflegekomplexen basieren. Für ein insgesamt kräftiger wirkendes und vitaleres Haarbild.
Unsere Pflegeprodukte wurden entwickelt, um die Kopfhaut gezielt zu pflegen und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich das Haar optimal entfalten kann. Sie tragen dazu bei, die Kopfhaut zu revitalisieren, das Haargefühl zu verbessern und die natürliche Balance der Kopfhaut zu unterstützen. Unsere Produkte eignen sich sowohl bei beginnendem Haarausfall, dünner werdendem Haar oder empfindlicher und beanspruchter Kopfhaut.
Die richtige Anwendung macht den Unterschied
Für gezielte Lösungen können Sie je nach Bedarf zum Beispiel auf Haarwachstum-Produkte bei Haarausfall für Frauen oder Haarwachstum-Produkte bei Haarausfall für Männer zurückgreifen. Dabei lohnt es sich, die Ursachen des Haarausfalls zu kennen.
Die regelmäßige Anwendung in Kombination mit einer sanften Kopfhautmassage kann dazu beitragen, die Kopfhaut zu beleben und das Haargefühl sichtbar zu verbessern. So schaffen Sie die Grundlage für gepflegtes, kräftig wirkendes Haar.
Dabei unterstützt das Kopfhaut-Shampoo bei Haarausfall die sanfte Reinigung, während das Spray fürs Haarwachstum und das Hair Tonic die natürliche Vitalität des Haares fördern können. So schaffen Sie eine optimale Grundlage, um das Haargefühl zu stärken und das Haarwachstum auf natürliche Weise zu unterstützen.
Wie ist die Prognose nach der Behandlung von Haarausfall?
In einigen Fällen können die Haare wieder nachwachsen, wenn sie ausgefallen sind. Das ist immer dann der Fall, wenn die Ursache behoben werden kann. Waren etwa Stress oder ein Medikament der Auslöser für den Haarverlust, dann wachsen die Haare wahrscheinlich wieder nach.
Das gilt auch nach einer Chemotherapie: Ist die Therapie abgeschlossen, setzt das Wachstum oft wieder ein. In der Regel kommen nach wenigen Wochen die ersten Haare zurück. Sowohl die Farbe als auch die Struktur können sich dabei von dem gewohnten Haar zuvor unterscheiden. Wir haben jedoch beobachtet, dass bei einer frühzeitigen und begleitenden Pflege der Kopfhaut (idealerweise bereits vor, spätestens jedoch während einer Chemotherapie) das Haarwachstum schon während der schulmedizinischen Behandlung einsetzen kann.
Bei anderen Arten wie dem androgenetischen Haarausfall kann der Fortschritt oft nur verlangsamt werden. Es ist wichtig zu beachten, dass eine Änderung des Lebensstils erforderlich sein kann, um das Nachwachsen der Haare zu fördern. Die richtige Pflege kann zudem in Kombination mit den ärztlichen Maßnahmen dazu beitragen, dass das Erscheinungsbild der Haare wieder voller wirkt. Lassen Sie sich dazu gerne von unseren Haarwuchs-Spezialisten:innen beraten.
Häufig gestellte Fragen zu Haarausfall und den Ursachen für Haarausfall
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Haarausfall finden Sie hier:
Der Auslöser für Haarausfall kann ganz unterschiedlich aussehen. Er kann genetisch sein oder durch Medikamente oder die Wechseljahre ausgelöst werden. Hinzu kommt, dass Stress ebenfalls ein Grund für Haarausfall sein kann.
Bei Haarausfall können verschiedene Vitamine fehlen: Dazu zählen etwa Vitamin A, die B-Vitamine oder Vitamin H (Biotin). Haben Sie zu wenig dieser Vitamine, kann sich das negativ auf Ihr Haarwachstum auswirken. Halten Sie Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin und nehmen Sie bei Bedarf Nahrungsergänzungsmittel ein.
Was gegen Haarausfall hilft, kommt ganz auf die Ursache an. Wird der Haarverlust durch Stress, Hormone oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse ausgelöst, dann kann er medikamentös behandelt werden. Ist er jedoch erblich bedingt, dann gibt es nur einige wenige Medikamente, die gegen den Haarausfall helfen können. Wir empfehlen zusätzlich, auf eine aktive Kopfhautpflege zu setzen, um die Vitalität der Kopfhaut zu fördern und optimale Bedingungen für das Haarwachstum zu schaffen.
Haarausfall ist normal, wenn Sie pro Tag etwa 100 Haare verlieren. Das ist ein gesundes Maß, das auf ein vitales Haarwachstum hindeutet. Erst, wenn es deutlich mehr Haare werden, sollte die Ursache abgeklärt werden. Das gilt auch, wenn Haare plötzlich in Büscheln ausfallen oder kahle Stellen entstehen.